30
Jan
Zum Hallenabschied ein Fortuna-Erfolg
Nordkurier 30.01.2012, von Stefan Thoms
Gegen den Tabellendritten Lübbenau können die Neubrandenburger Handballer jubeln. Mannschaftskapitän Felix Klepp trifft neun Mal.
Die Fortuna-Männer haben es unnötig spannend gemacht, am Ende war es aber doch ein ungefährdeter 26:22 (14:8)-Erfolg gegen den Tabellen-Dritten der Ostsee-Spree-Liga, die TSG Lübbenau. Im vorerst letzten Heimspiel der Neubrandenburger in der Sporthalle an der Hochschule war einmal mehr Mannschaftskapitän Felix Klepp mit neun Toren bester Werfer. Jetzt dauert es vier Wochen, bis Klepps Team wieder zu Hause ran darf. Dann geht es in der Sporthalle Adlerstraße gegen den SV Eberswalde. Die Hochschul-Halle wird in den kommenden Monaten renoviert.
Ohne Adam Ciemniak und Andy Odebrecht, dafür mit Marcus Deutsch im linken Rückraum und diesmal mit Stefan Köpke im Tor, machte Fortuna vom Anpfiff weg Dampf. 5:0 nach sieben Minuten und Lübbenau nahm die Auszeit und deckte danach offensiver gegen Fortuna-Spielmacher Felix Klepp. Gebracht hat es nicht viel. Die Neubrandenburger rotierten im Angriff, Klepp und Stefan Stolt wechselten ständig die Positionen im Rückraum und am Kreis, und die Gäste aus Lübbenau hatten kaum zündende Ideen und blieben zu ungefährlich. Fortuna ließ dagegen noch mehrere Möglichkeiten aus und vergab so einen höheren Pausen-Vorsprung (14:8).
Lübbenau kam aber stärker aus der Kabine und holte schnell zwei Tore auf. Aufgeputscht wurden sie durch ihre eigene Heim-Einmarschmusik, die ein TSG-Fan in der Pause auf einem Jagdhorn spielte. Die Fortunen konterten sofort, setzten sich trotz der strittigen Roten Karte gegen Tomasz Zaczko (35.) wieder bis auf acht Tore ab (20:12), sorgten danach aber für Zornesröte im Gesicht von Trainer Helmut Wilk. „Die ersten 45 Minuten waren gut. Dann haben wir aber viel zu wild und überhastet gespielt und vorn wie hinten die Ordnung und die Souveränität verloren.“
Lübbenau nutzte das, und kam bis auf drei Tore heran. Ausgerechnet Neubrandenburgs Abwehrstratege Jens Bialek machte jetzt Druck. Mit zwei starken Einzelaktionen sicherte er seiner Mannschaft die Führung – und letztlich den Sieg. Der wurde kurz vor dem Abpfiff allerdings durch die schwere Verletzung des guten Torwarts Stefan Köpke getrübt. Er verdrehte sich bei einer Abwehraktion das linke Knie, und wird wahrscheinlich mehrere Spiele ausfallen.
SV Fortuna ´50: Köpke, Prodoehl – Bialek (2), Deutsch (3), Gutjahr, Hafemann, Klepp (9/5), Langschwager, Levold, Stolt (3), Szymaniak (5), Zaczko (4).




