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Klepp: Pause tut allen gut
Nordkurier 20.02.2012, von Stefan Thoms, Foto: Heiko Brosin
In der Handball-Ostsee-Spree-Liga hatten die regionalen Mannschaften ein spielfreies Wochenende, und am kommenden Sonnabend beginnt das letzte und entscheidende Saisondrittel. Die Männer vom SV Fortuna ’50 Neubrandenburg spielten bisher eine überzeugende Runde und stehen im Moment auf dem vierten Tabellenplatz. Über die aktuelle Situation und die weiteren Aussichten sprach Stefan Thoms mit Fortuna-Kapitän Felix Klepp.
Ein Wochenende Pause, das tut gut, oder?
Auf jeden Fall. Wir hatten ja einige angeschlagene Spieler, die sich jetzt auskurieren können. Zuletzt war Tomasz Zaczko in Neuruppin mit seinem Gegenspieler Knie auf Knie geprallt. Ich glaube, da haben beide die Pause nötig.
Sportlich läuft es im Moment. Vier Siege in fünf Rückrundenspielen – und auch bei der Niederlage in Loitz hat die Leistung gestimmt. Woran liegt’s?
Es läuft gut, aber noch lange nicht perfekt. Grundlage ist die Abwehr. Wir spielen zwei Systeme, wechseln je nach Spielsituation zwischen der 5-1- und der 6-0-Variante, und beides funktioniert. Außerdem läuft das Konterspiel wieder sehr gut. Wir machen viele einfache Tore über die erste und zweite Welle und sparen so viel Kraft. Dadurch werden alle selbstbewusster, die Wechselspieler fügen sich problemlos ein, wir sind erfolgreich und die Stimmung im Team ist top – im Moment macht es richtig viel Spaß.
Und das, obwohl mit Adam Ciemniak und Stefan Köpke zwei wichtige Spieler noch länger ausfallen werden … Adams Ausfall im linken Rückraum haben wir bisher sehr gut verkraftet. Marcus Deutsch macht einen guten Job, und Michael Zieschang kommt auch immer besser in Gang. Trotzdem müssen wir gerade Micha weiter integrieren, damit er in den entscheidenden Spielen zum Saisonende Vollgas geben kann. Auch wenn die letzten Gegner nicht zu den Topteams der Liga gehört haben, sind wir souverän aufgetreten und haben unser Spiel durchgezogen. So muss es bleiben, denn wir wollen keine Punkte mehr verschenken.
Acht Spiele sind es in dieser Saison noch, was ist da noch drin?
Der erste Platz ist weg, den hat Cottbus. Danach ist alles offen. Wir müssen zwar unter anderem noch nach Cottbus und Doberan, aber wenn wir weiter so stabil spielen, ist auch dort was zu machen.
Kommenden Sonnabend spielt ihr zum ersten Mal in der Sporthalle Adlerstraße, weil die Hochschulhalle umgebaut wird. Wie groß wird die Umstellung?
Es ist immer anders, wenn man nicht in seiner gewohnten Heimhalle spielt. Wir haben zuletzt in der Sporthalle am Anger trainiert, und waren jetzt auch schon einmal in der Adlerstraße. Es ist alles etwas enger, heller und auch der Boden ist anders. Das darf aber alles keine Rolle spielen. Wir haben Heimvorteil, und mit Hilfe unserer treuen Fans werden wir auch gegen Eberswalde gewinnen.
In ungewohnter Halle – die traditionelle Spielstätte an der Hochschule wird saniert – müssen Fortunas Handballmänner am kommenden Sonnabend gegen Eberswalde ran. Im Bild Neubrandenburgs Kapitän Felix Klepp beim Wurf. Foto: Heiko Brosin




