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Jan

Paetow-Team kann mit Remis gegen den Zweiten gut leben

. Veröffentlicht in Frauen

Nordkurier 30.01.2012, von Christian Bermes

Mit dem 24:24 (13:12)-Unentschieden gegen den Rostocker HC II konnte Andre Paetow, Trainer der Handballfrauen des SV Fortuna `50 Neubrandenburg am Ende des Spiels in der Ostsee-Spree-Liga gut leben. Vor allem, weil sich sein Team gegen den Tabellenzweiten trotz Unterzahl nach einem 14:19-Rückstand wieder zurückgekämpft hatte.

„Die Gäste sind mit einem guten Kader angereist. Der komplette Rückraum war sehr großgewachsen und strahlte allein durch seine körperliche Präsenz Gefahr aus“, konnte Paetow dennoch eine recht ausgeglichene erste Halbzeit notieren. Vor allem vor der Pause überzeugte Torfrau Steffi Bauch, zudem arbeitete die Abwehr – wie zuvor auch vom Trainer gefordert – sehr konsequent.

„Vor dem Wechsel gelang es, uns auf 9:7 und sogar 13:10 abzusetzen, doch zur Pause waren die Rostockerinnen wieder dran“, mussten Paetow und seine Frauen dann hinnehmen, dass die RHC-Reserve nicht nur postwendend nach dem Wiederanpfiff auf 14:14 ausglich, sondern in ihrer stärksten Phase dann mit fünf Toren in Folge auf 19:14 davonzog. „Zu diesem Zeitpunkt hat mich das Gefühl beschlichen, dass die Partie verloren gehen könnte“, sah der Fortuna-Caoch in dieser Phase seine Defensive fast ständig einen Schritt zu spät. „Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Schiedsrichter den Arm zur Ankündigung eines möglichen Zeitspiels durch die Rostockerinnen hoben, arbeitete unsere Abwehr gut. Aber genau mit dem Moment öffnete sich dann jedes Mal ein Scheunentor“, haderte Paetow. Doch er wurde von seinem Team postwendend positiv überrascht. In Unterzahl gelangen ohne Gegentreffer zwei eigene Tore und wenig später war man auf 18:19 wieder heran.

Zwar legte Rostock noch einmal auf 24:22 vor, doch die Fortuna-Frauen konterten erneut und hatten sogar in Überzahl noch eine Siegchance. „Schlussendlich kann ich gerade nach dem Fünf-Tore-Rückstand mit dem Remis gut leben“, sprach Paetow seinen Frauen ein großes Lob für deren kämpferische Einstellung aus, die vom erneut zahlreich anwesenden Publikum ebenfalls wieder ordentlich honoriert wurde. „Stefanie Wirth hat vor allem beim Konter überzeugt, Karina Hein hat längst zu ihrer Treffsicherheit zurückgefunden. Und Maria Pahl hat noch mal für frischen Wind gesorgt, als sie 20 Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde“, hob Paetow drei Spielerinnen noch ein wenig aus der mannschaftlich geschlossenen Leistung hervor.

Neubrandenburg: Bauch, Meyer – Hoffmann, Böhmer, Rauch (1), Dahn (1), Petznick (3), Wirth (4), Hein (10/5), Janke (2), Starsy, Pahl (2), Osterland (1), Fahldieck.